Kommunikationsprobleme in unterschiedlichen Bereichen
Meine wahrscheinlich größte Leidenschaft gilt der Arbeit mit sogenannten "Problempferden". Geprägt durch viele unterschiedliche Pferde, mit denen ich in meinem Leben bereits arbeiten durfte und die nicht immer das Verhalten an den Tag gelegt haben, was von menschlicher Seite von ihnen erwartet wurde sowie beeinflusst durch meinem Masterstudium der "Tier-Mensch-Beziehungen" fasziniert mich diese Arbeit im Besonderen.
Die Entwicklung, die Pferd und Mensch in unserer gemeinsamen Arbeit in der Regel durchlaufen und welche Veränderungen sich einstellen, verblüfft und berührt mich immer wieder aufs Neue. Für mich gibt es wenig schöneres als zu sehen, wenn ein Pferd, welches sich bei unserer ersten Begegnung als ängstlich, unkooperativ oder gar aggressiv gezeigt hat im Verlauf der gemeinsamen Arbeit immer mehr zur Ruhe findet, sich öffnet und Freude an der gemeinsam verbrachten Zeit empfindet. Auch die Erleichterung der Besitzer*innen in diesen Fällen, das Mutiger werden und Skepsis abbauen sowie der zurückgewonnene Spaß an der Arbeit mit ihren Pferden freut mich immer wieder.
In meiner Arbeit mit Pferden generell aber besonders auch bei solchen Pferden ist es mir enorm wichtig, individuell auf die Pferde einzugehen und mir Ruhe und positiver Verstärkung zu arbeiten.
Ich halte nichts von (auch wissenschaftlich) überholten Dominanztheorien und Einstellungen wie "er muss sich unterordnen und wissen wer der Boss ist" haben bei mir keinen Platz. Die Praxis bestätigt hier auch immer wieder die Theorie.
Gerade in der Arbeit mit Pferden, bei welchen der Mensch nicht direkt positiv besetzt ist, ist klare Grenzensetzung selbstverständlich wichtig - manche Sachen sind einfach nicht verhandelbar. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass die Pferde mitarbeiten wollen, sie anfangen, den Menschen als Freund zu sehen und sich so die gemeinsame Arbeit zu einem Miteinander, welches für alle Beteiligten angenehm, ungefährlich und im besten Falle sogar spaßbringend ist, entwickelt.